Mein Geburtstag fing bereits nachts um 12 Uhr an. Ich bin am 16. April abends mit zu einem Freund nach Hause gefahren und habe ihm beim Korrigieren von Klassenarbeiten geholfen. Ich wurde bis halb zwoelf gut auf trapp gehalten und habe unzaehlige Klausuren abgehakt und durchkreuzt... ich war schon etwas verwundert, dass Nelly mich so lange beschaeftigt und nicht zurueck gefahren hat.... aber spaeter stellte sich heraus, dass das alles ein geplantes Unterfangen war....
Als wir naemlich ungefaehr 5 Minuten vor 12 Uhr zu Hause ankamen, sass Christina schon vor dem Haus auf der Treppe und wartete. Eingekuschelt in eine Decke hatte sie bereits Luftballons an die Tuer gehaengt:-D
Meine Geburtstags-Muffins. Eigentlich sollten es 21 sein, darum das "Marie" noch hinten angehaengt, waren dann aber 22... :-D
Ich durfte mir fuer meinen Geburstag nichts einfallen lassen und nichts planen, denn Christina hatte mir schon eine Woche zuvor gesagt, dass sie eine Ueberraschung fuer mich haette.
Christina, Nelly und ich sind morgens los gefahren. Christina und ich hinten auf der Ladeflaeche des Bukkies, so wie sich das hier "gehoert". Die ganze Fahrt ueber habe ich nicht von den beiden erfahren wohin es geht. Ich hatte mir aber bereits Gedanken gemacht und war auf drei verschiedene Ideen gekommen. Um heraus zu finden wo es hingehen wuerde, musste ich eigentlich nur abwarten in welche Richtung wir Windhoek verlassen wuerden. Denn guenstiger Weise lagen alle drei Orte in verschiedenen Himmelsrichtungen. Darum war mir sehr schnell klar welches unser Ziel sein wuerde.
Und ich hatte Recht! Wir waren auf dem Weg nach Okambara.
Erst fuhren wir sehr lange die asphaltierte Hauptstrasse Richtung Gobabis entlang um dann nach rechts auf eine der unzaehligen Schotterstrassen ab zu biegen. Eine weitere Stunde fuehrte die Strasse durch nichts als Busch und trockenes Gelaende, trockene kleine Bachlaeufe und ueber Stock und Stein. Ploetzlich kamen wir an eine Art "Oase", dann waren wir da!
Okambara ist umgeben von sehr viel Gras und Baeumen. Huehner, Kuehe und Ziegen laufen einfach auf dem Gelaende herum.
Ein Baum auf dem Gelaende hat ganz irre "Wurzeln", die ueberall aus dem Stamm heraus kommen.
Kaum hatten wir aufgegessen, sah ich auf dem Boden vor dem Tisch ein Erdmaennchen in der Sonne liegen. Ich war ganz erstaunt, dass es dort einfach liegt und sich sonnt. Normalerweise sieht man Erdmaennchen nicht sehr haeufig und wenn, dann irgendwo hinter einem Erdhaufen oder einem Strauch versteckt und nur den Kopf vorlucken.
Schliesslich blieb das Tier so ruhig, dass sie es wagte doch ein Mal die Hand aus zu strecken.
es ist einfach auf meinen Schoss gesprungen. Ich hab mich ganz schoen erschreckt, denn es hatte anfangs nur mit meinen Fuessen gespielt. Waehrend es in meine Schnuersenkel biss, konnte ich die spitzen Zaehne gut sehen.... Erdmaennchen sind schliesslich Raubtiere...
Nach dem Essen konnten wir uns zwei Stunden lang das Gelaende ansehen und uns an den Pool setzen. Leider wussten wir nicht, dass es einen gibt und hatten alle keine Schwimmsachen dabei.
Nachmittags sind wir dann zum Gamedrive aufgebrochen.
Auf Okambara haben sie unter anderem Geparden und Leoparden; sie befinden sich auf dem normalen Gelaende, sind allerdings vom Farmhaus durch einen Zaun abgetrennt. Sie jagen selber, bekommen aber ab und an kleine Fleischstuecken zu geworden. Diese reichen nicht aus um die Tiere zu ernaehren, aber sie sind ein guter Koeder um sie an zu locken, wenn Touristen kommen.
Bei dem Leoparden war ich hingegen ganz froh, dass der Zaun zwischen uns war.
Ihre Koerpergroesse und ihre Bewegungen lassen schnell auf die Kraft schliessen, die sie haben. Es bleibt kein Zweifel, dass es sich um Raubkatzen handelt. Waehrend die sehr viel zierlicheren Geparden nicht ganz so angsteinfloesend sind. Ihre Sprunghaften und schnellen BEwegungen haben eher etwas "verspieltes". Geparden sind auch die Raubkatzen, die sich am ehesten Zaehmen lassen. Leider wird das wohl immer wieder ausgenutzt und die Katzen enden als Haustiere auf irgendwelchen Farmen...
Dann sind wir ins offene Gelaende hinaus gefahren. Die Farm umfaesst ungefaehr 15.000h Land. Eine unglaubliche Groesse...
Spaeter wurde uns bewusst wie riesig das wirklich ist, denn die ersten eineinhalb Stunden haben wir ausser herum laufender Esel und ein paar Warzenschweinen keine Tiere gesehen. Nicht einmal Antilopen wie Springboecke oder Kudus liessen sich erspaehen.
Das erste Tier, das wir dann schliesslich fanden war dieses hier...
Stolz erklaerte uns der sonst so schweigsame Fahrer, dass sie hier sogar ein Nashorn HATTEN. Es ist leider von einem Elefanten umgebracht worden. Hier nur noch die elendigen Ueberreste:-(
Auf der langen Suche haben wir schliesslich ein paar Oryxe gesichtet.
Auf der langen Suche haben wir schliesslich ein paar Oryxe gesichtet.

Langsam waren wir schon ueber 2 Stunden unterwegs und hatten immer noch kein Signal vom Sender empfangen. Der Fahrer wurde schon etwas ungeduldig, denn es war schon kurz vor fuenf und um halb sechs wird es schlagartig dunkel. Immer wieder stieg er aus dem Auto aus und hat versucht mit der "Antenne" ein Signal zu bekommen. Seine Antwort war in den meisten Faellen: "still far far away". Letztlich sind Nelly und er sogar zusammen auf das Dach des Wagens gestiegen, um einen besseren Ueberblich zu bekommen und die Antenne hoeher zu halten. Und dann haben sie sie endlich gesehen:-)
Erschoepft von der langen Fahrt und der Hitze waren wir um so gluecklicher, dass wir sie endlich gefunden hatten. Leider haben wir ein bisschen Sonnenbrand bekommen hinten auf der Ladeflaeche...
Ich konnte endlich Elefanten sehen, die ich schon sooo lange sehen wollte. Christina hatte mir bereits zu Weihnachten geschenkt, dass ich haette in einen Elefanten Nationalpark fahren koennen, aber das ist leider aufgrund meiner Erkrankung ausgefallen. Nun habe ich auf diesem Wege doch noch welche sehen koennen:-) :-) :-)

Ich war so froh, dass wir die Elefanten noch gefunden haben. Bald wurde es dunkel und wir mussten uns schnell auf den weiten Rueckweg machen. Autofahren ist bei Nacht nicht grade ungefaehrlich. Die meisten Autounfaelle entstehen, in dem Tiere auf die Strasse laufen.
Zu Hause angekommen waren wir alle so muede, dass wir nicht mehr wie eigentlich geplant weggegangen sind, sondern schlafen gingen.
Ich hatte einen wunderschoenen Tag!!!












